Da zahlreiche Anglerinnen und Angler ihnen bisher unbekannte Gewässerbereiche nutzen dürfen, möchten wir die nachstehenden Erläuterungen liefern:

Die Begrenzung auf eine Raubfischangel bezieht sich nur auf das Angeln mit künstlichen Ködern. Beim Angeln mit Naturködern, wie z.B. mit totem Köderfisch auf Aal, dürfen drei Ruten verwendet werden.

 

Kinder bis zum 12. Lebensjahr werden vom Erlaubnisschein ihres erwachsenen Begleiters mit umfasst; d.h. die Kinder und ihr erwachsener Begleiter dürfen zusammen nicht mehr als drei Ruten benutzen. Die nachstehenden Bedingungen sind von ihnen ebenfalls einzuhalten.

 

Es ist grundsätzlich eine ausreichende Rücksicht auf die geschützten Pflanzen und Tiere und deren Lebensräume zu nehmen. Das NSG darf nicht durchfahren werden. Beim Angeln vom Ufer aus ist besonders beim Auswerfen Rücksicht auf andere Seebenutzer zu nehmen, um hier mögliche Gefährdungen zu vermeiden.

 

  1. Die Angelausübung darf von allen auf den Seen privatrechtlich zugelassenen Booten aus betrieben werden, d.h. auch von Segelbooten und Kanus. In der Regel sind es jedoch Ruderboote.
  2. Das Angeln geschieht auf eigene Gefahr.

  3. Die Schleppangelei darf nur mit Muskelkraft und einer Schleppangel betrieben werden; ein Downrigger ist nicht erlaubt.

  4. Hechtangeln müssen ein Raubfischvorfach besitzen.

  5. Je Friedfischangel darf nur ein Haken verwendet werden. Für das Angeln auf Barsche und Maränen darf ein Barschpilker mit drei Beihaken bzw. eine Hegene mit 4 Haken verwendet werden.

  6. Die ausgelegten Angeln sind stets selbst zu beaufsichtigen.

  7. Der Einsatz einer Köderfischsenke mit max. 1 x 1 m Fläche für den 8. eigenen Köderfischbedarf ist erlaubt. Sie zählt rechnerisch nicht als Rute.

  8. Vom Schilf-/Uferbereich ist ein Abstand von 50 m zu halten. Der 50-m-Abstand vom Schilf gilt nur für den Großen Plöner See und auch nur für das Angeln vom Boot aus. Beim Kleinen Plöner See ist ebenfalls ein adäquater Abstand zu wahren. Bei Landangelplätzen gilt der Abstand nicht. Auf der Nehmtener Seite südlich des NSG darf allerdings nicht von Ufer aus geangelt werden.
    In den Naturschutzgebieten und den Schutzzonen in der Bucht vor der Försterei Nehmten sowie an der Südwestspitze bei Pehmerhof darf nicht geangelt werden (s. Schraffuren in beigefügter Skizze).

  9. Die Mindestmaße betragen für Bach- und Seeforellen 35 cm, Aal 45 cm, Hecht und Zander 50 cm, Wels 70 cm; darüber hinaus gilt die BiFO.

  10. Es gelten Schonzeiten für den Hecht vom 1. Januar bis zum 30. April und für den Zander vom 1. Januar bis 31. Mai.

  11. Es darf eine Fangmenge von täglich zwei Hechten und einem Zander nicht überschritten werden.

  12. Den Anordnungen der Fischereiaufseher ist Folge zu leisten.

  13. Der Fischfang erfolgt nur für den Eigenbedarf; ein Verkauf ist verboten.

  14. Die Berufsfischerei darf nicht behindert werden. Sind Fanggeräte zusammengeraten, ist die Angelschnur sofort zu kappen. Von sichtbaren Fanggeräten ist ein Sicherheitsabstand von mindestens 50 m einzuhalten.

  15. Verstöße gegen das Fischereigesetz und die Binnenfischereiordnung sowie gegen die Bedingungen des Erlaubnisscheines werden zur Anzeige gebracht und der Erlaubnisschein ohne Vergütung eingezogen.

  16. Die Fangmeldekarte ist nach dem Fangsaisonende bei einem der Fischereipächter oder einer der Ausgabestellen ausgefüllt zurückzugeben.